Additive Fertigung
Additive Fertigung für Magnesium- und Titanlegierungen
Die additive Fertigung eröffnet neue Möglichkeiten für die Herstellung komplexer, funktionsintegrierter und gewichtsoptimierter Bauteile.
Durch die Kombination geeigneter Werkstoffe mit anwendungsspezifischen Fertigungstechnologien lassen sich sowohl Prototypen als auch seriennahe Komponenten wirtschaftlich realisieren.
Je nach Bauteilgröße, Geometrie, Materialanforderungen und Funktionsintegration kommen unterschiedliche additive Fertigungsverfahren zum Einsatz. Unsere technische Unterstützung umfasst die Werkstoffauswahl, die Prozessauslegung sowie die Optimierung additiv gefertigter Bauteile für industrielle Anwendungen.
Fertigungsverfahren
Verfügbare additive Fertigungstechnologien
| Verfahren | Beschreibung |
| LPBF | Hohe Präzision für komplexe Geometrien |
| SLM | Funktionsintegrierte Metallbauteile |
| EBM | Hochwertige Titanbauteile |
| DED | Reparatur und lokale Materialaufbringung |
| WAAM | Großformatige Strukturbauteile |
Die Auswahl des geeigneten additiven Fertigungsverfahrens erfolgt auf Basis von Werkstoff, Bauteilgröße, geforderter Genauigkeit sowie wirtschaftlichen Anforderungen.
Durch den gezielten Einsatz unterschiedlicher Technologien können sowohl hochkomplexe Präzisionsbauteile als auch großformatige Leichtbaustrukturen effizient hergestellt werden.
Magnesium
Additive Fertigung von Magnesiumlegierungen
Die additive Fertigung von Magnesiumlegierungen ermöglicht die Herstellung großformatiger und gewichtsoptimierter Bauteile für anspruchsvolle Leichtbauanwendungen.
Für Magnesium kommen insbesondere drahtbasierte Verfahren wie WAAM zum Einsatz, die hohe Aufbauraten mit wirtschaftlicher Fertigung kombinieren. Der gesamte Prozess erfolgt unter kontrollierten Bedingungen, um eine reproduzierbare Bauteilqualität sicherzustellen.
Die Technologie eignet sich insbesondere für Prototypen, Funktionsmuster sowie seriennahe Anwendungen mit komplexen Geometrien und hohen Anforderungen an die Gewichtseinsparung.
Technische Spezifikationen
| Parameter | Wert |
| Verfahren | WAAM |
| Bauraum | bis 1200 × 1200 × 1600 mm |
| Formungsrate | 50–1085 cm³/h |
| Positioniergenauigkeit | ±0,20 mm |
| Werkstoffe | Magnesiumlegierungen |
Titan
Additive Fertigung von Titanlegierungen
Titanlegierungen bieten aufgrund ihrer hohen spezifischen Festigkeit und ausgezeichneten Korrosionsbeständigkeit hervorragende Voraussetzungen für die additive Fertigung anspruchsvoller Bauteile.
Abhängig von Bauteilanforderungen und Stückzahlen kommen sowohl pulverbasierte Verfahren wie LPBF und EBM als auch drahtbasierte Prozesse zum Einsatz. Dadurch lassen sich komplexe Geometrien, funktionsintegrierte Strukturen und individuelle Komponenten wirtschaftlich realisieren.
Die Auswahl des geeigneten Fertigungsverfahrens erfolgt stets projektbezogen unter Berücksichtigung technischer und wirtschaftlicher Anforderungen.
Verfügbare Verfahren
| Verfahren | Einsatz |
| LPBF | Hochpräzise Strukturbauteile |
| EBM | Luftfahrt und Medizintechnik |
| DED | Reparatur und lokale Verstärkung |
| WAAM | Großformatige Komponenten |
Werkstoffe
Gr1 · Gr2 · Gr5 · Gr7 · Gr9 · Gr12
sowie weitere Titanlegierungen auf Anfrage.
Entwicklungsprozess
Die Entwicklung additiv gefertigter Bauteile erfordert die enge Abstimmung von Werkstoff, Konstruktion und Fertigungsprozess.
Wir begleiten unsere Kunden entlang des gesamten Entwicklungsprozesses – von der ersten Idee über die Auswahl geeigneter Werkstoffe und Fertigungsverfahren bis hin zur Herstellung und Qualitätsprüfung des Fertigteils.
Typische Anwendungen
Die additive Fertigung eignet sich insbesondere für Anwendungen, bei denen komplexe Geometrien, Funktionsintegration und Gewichtsreduzierung entscheidende Vorteile bieten.
Typische Einsatzbereiche reichen von Luft- und Raumfahrt über Medizintechnik bis hin zu industriellen Leichtbaustrukturen und der Prototypenentwicklung.
Technische Abstimmungen erfolgen projektbezogen und in enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden.
Kontaktieren Sie uns für weitere Informationen zu Werkstoffen, Fertigungsverfahren und individuellen Entwicklungsprojekten.












